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Die Webmasterin, Nicole Gasser, wird die Artikel prüfen und danach aufschalten.


Hund sei Dank

 
Menschen können eine enge Beziehung zu Vierbeinern aufbauen.

Nun untersuchen Zürcher Psychologen, wie die Tiere alten Menschen eine Lebenshilfe sind.

Die Inspiration für die Studie, an der Psychologinnen und Psychologen der Universität Zürich gegenwärtig arbeiten, kam von Donatus von Krüzmäder, genannt Rumo. Er figuriert in der Aufstellung des Teams als «externer Experte» – und ist ein Labrador Retriever. Halter des externen Experten ist Martin Meyer, der als Professor die Fachrichtung Neuroplastizitäts- und Lernforschung des gesunden Alterns leitet. Der Neurowissenschaftler beschäftigt sich beispielsweise mit der Rolle des alternden Gehirns bei Hörproblemen, mit der Behandlung von Tinnitus oder dem Einsatz von Hörhilfen.

Doch auf den vielen Spaziergängen mit seinem Hund ist ihm aufgefallen, wie ältere Menschen auf das Tier reagieren. «Ich komme häufig ins Gespräch mit Spaziergängern und höre dann, dass viele ältere Menschen gerne einen Hund hätten oder ihrem früheren Hund nachtrauern», sagt Martin Meyer. Bei vielen Begegnungen war es ein Thema, dass ein Hund Senioren mobiler und gesünder hält. Des Forschers Neugier war geweckt: «Jetzt möchten wir wissenschaftlich genau herausfinden, auf welche Weise die Hundehaltung das Wohlbefinden älterer Leute beeinflusst.»

Allein mit hoher Lebensqualität

Über das Zusammenleben von Menschen und Haustieren ist viel geforscht worden. Auch der Einsatz von Therapiehunden in der Psychiatrie, in Altersheimen oder Strafanstalten wurde schon untersucht. Der Ansatz, den Martin Meyer und sein Team nun versuchen, ist aber neu. Die Entwicklung der Demografie macht das Thema aktuell. Zahlreiche Senioren leben heute allein in einem Einpersonenhaushalt. Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, durch Verwitwung, Scheidung oder Trennung allein zu leben. Gleichzeitig möchten viele Senioren in ihrer vertrauten Wohnung bleiben. «Die Erhaltung der psychischen und physischen Gesundheit ist zentral, damit eine möglichst hohe Lebensqualität bestehen bleibt», sagt Martin Meyer. Ein Tier als Gefährte in der Wohnung könne dabei eine wichtige Rolle spielen.

Die Psychologinnen und Psychologen planen eine Beobachtungsstudie. Versuchspersonen, die einen Hund übernehmen, werden über eine längere Zeit immer wieder über ihren Alltag mit dem Tier befragt. Was bedeutet das Zusammenleben mit dem Hund im täglichen Leben? Wo gibt es praktische Probleme? Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Mensch und Hund? Welche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Lebensführung hat die Tierhaltung? Solchen Fragen wollen die Forscher nachgehen. Die Untersuchung hat einerseits wissenschaftliche Ziele, anderseits ist geplant, am Ende eine allgemein verständliche Wegleitung zu publizieren. Sie soll erklären, worauf zu achten ist, wenn man im Seniorenalter einen Hund übernehmen will.

 

Labrador Rumo ist der «externe Experte» bei den Psychologen.

Oft liegen die Schwierigkeiten unerwartet in Details, etwa bei der Frage, wer den Hund denn hütet, wenn man einmal abwesend ist. Für viele Fragen gibt es aber eine Antwort. Martin Meyer schwebt vor, Menschen zu ermutigen, einen Hund zu halten, dabei gesünder, sozial aktiver und glücklicher zu bleiben, um letztlich länger in der gewohnten Umgebung leben zu können. Der Hund wäre ein Mittel der Vorbeugung gegen Altersprobleme.

Gesucht werden im Moment Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Studie. Sie müssen zwischen 65 und 75 Jahre alt sein und alleine selbstständig in einem eigenen Haushalt leben. Ob sie schon Hundehalter waren, spielt keine Rolle, allenfalls müssen sie noch einen entsprechenden Sachkundekurs besuchen. Da die Arbeiten vom kantonalen Lotteriefonds mitfinanziert werden, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kanton Zürich wohnhaft sein. Die Psychologinnen und Psychologen begleiten die Hundehalter, stellen jedoch nicht die Tiere zur Verfügung. Die Anschaffung eines nicht mehr ganz jungen Hundes in einem Tierheim – Welpen eignen sich weniger – ist Sache der Teilnehmenden. Das Personal der Tierheime soll bei der Wahl des passenden Tiers beratend helfen.

Zufriedene alte Menschen

Wer keinen Hund ins Haus nehmen kann oder will, hat die Möglichkeit, sich zu regelmässigen Spaziergängen mit Heimhunden zu verpflichten. Dieser Teil der Studie ist nicht auf den Kanton Zürich beschränkt. Fortschrittliche Tierheime, die solche externen freiwilligen Helfer beschäftigen, gebe es bereits, sagt Martin Meyer. Für manche ältere Hundeliebhaberinnen und -liebhaber ist es eine gute Möglichkeit, temporär einen vierbeinigen Spazierpartner zu finden.

Tiere tun älteren Menschen in mehrfacher Hinsicht gut: Es macht Menschen zufrieden, für das Tier sorgen zu können. Füttern, spazieren, pflegen gibt dem Tag einen geregelten Ablauf, Hundehalter bewegen sich deutlich mehr im Freien als andere Senioren. Dann ist ein Hund auch ein prima Eisbrecher für Kontakte: Mit einem Hund als Begleiter wird man viel eher von Dritten angesprochen als alleine. Es ergeben sich Hund sei Dank manchmal langjährige Bekanntschaften, zum Beispiel unter Hundebesitzern im gleichen Quartier. Die Gefahr der Isolierung, die manchen allein lebenden Senioren droht, kann gebannt werden.

Was hat der Hund anderen Haustieren wie Katzen, Kanarienvögeln oder Kaninchen voraus, wecken diese nicht auch Emotionen? Martin Meyer betont, mit keinem anderen Tier lasse sich so gut kommunizieren. Das sei wichtig für allein lebende Menschen. «Der Hund ist ein äusserst soziales Tier und kann an sozialen Aktivitäten teilnehmen.» In einer späteren Phase der Untersuchung möchte er mit Tonaufnahmen beobachten, wie sich das Kommunikationsverhalten der Versuchspersonen mit ihren Hunden im Laufe der Zeit verändert.

(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.09.2017, 18:43 Uhr

Bericht von Walter Jäggi, Tagesanzeiger


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